Die richtigen Fragen in Kundeninterviews zu stellen kann dein Product Discovery machen oder brechen. Hier sind 20 Fragen, die dir helfen, echte Probleme zu entdecken, Lösungen zu validieren und zu lernen, wofür Kunden tatsächlich zahlen würden.
Einstieg und Kontext (1–4)
- "Erzähl mir von deiner Rolle und einem typischen Tag." — Setzt Kontext und lässt oft Schmerzpunkte natürlich auftauchen.
- "Wann musstest du das letzte Mal [X lösen]? Was ist passiert?" — Liefert konkrete Geschichten, nicht Meinungen.
- "Geh mich durch, wie du [Problembereich] heute handhabst." — Zeigt aktuellen Prozess und Lücken.
- "Was ist der frustrierendste Teil dieses Prozesses?" — Lenkt dich zum schärfsten Schmerzpunkt.
Problemvalidierung (5–9)
- "Wie oft passiert das?" — Häufigkeit = wie ernst das Problem ist.
- "Was hast du versucht, es zu beheben?" — Zeigt bestehende Lösungen und warum sie nicht reichen.
- "Wie viel Zeit oder Geld kostet dich das?" — Quantifiziert das Problem.
- "Wer ist sonst davon betroffen?" — Erweitert Wirkung und Stakeholder.
- "Wenn du eine Zauberstab hättest, was würdest du ändern?" — Deckt das ideale Ergebnis auf.
Lösung und Zahlungsbereitschaft (10–14)
- "Wenn ein Produkt X tun würde, würdest du es nutzen?" — Testet Lösungsfit.
- "Was würde dich von deiner aktuellen Lösung wegbringen?" — Zeigt Wechselkriterien.
- "Würdest du dafür zahlen? Wie viel?" — Direkte Zahlungsbereitschaftsprüfung.
- "Wer müsste diesen Kauf genehmigen?" — B2B: deckt Entscheidungsprozess auf.
- "Was würde dich davon abhalten, so etwas zu nutzen?" — Bringt Einwände früh zutage.
Verhalten und Priorisierung (15–20)
- "Wie erfährst du von neuen Tools oder Lösungen?" — Informiert Distribution und Marketing.
- "Welche anderen Optionen prüfst du?" — Wettbewerbslandschaft.
- "Auf einer Skala von 1–10, wie schmerzhaft ist dieses Problem?" — Priorisierungssignal.
- "Was müsste wahr sein, damit du das einem Kollegen empfiehlst?" — NPS-Proxy und Qualitätsbar.
- "Gibt es etwas, das ich nicht gefragt habe, aber hätte fragen sollen?" — Lässt sie hinzufügen, was ihnen wichtig ist.
- "Darf ich in ein paar Wochen nachfassen und zeigen, was wir bauen?" — Hält Tür offen und baut Beta-Liste auf.
So nutzt du diese Fragen
Lies sie nicht wie eine Checkliste. Nutze sie als Leitfaden, folge interessanten Tangenten und frage immer "warum?" und "kannst du ein Beispiel geben?" um tiefer zu gehen. Nimm das Gespräch auf, um dich aufs Zuhören zu konzentrieren, dann prüfe und extrahiere Insights mit deinem Team.
